Was ist eigentlich Erfolg?

Was ist eigentlich Erfolg?

Um zu wissen, wie man „Erfolgreich sein und sich auch noch gut dabei fühlen“ kann, muss man meiner Meinung nach erstmal wissen, was „erfolgreich sein“ eigentlich für einen selbst bedeutet.

Ich, Marketingleitung, Bloggerin, Gründerin und vor allem Mama, habe mal versucht aufzuzeigen, wie ich die Sache angehe:

Ist Erfolg immer harte Arbeit?

Wikipedia sagt: Erfolg sei die Tatsache, dass eine Anstrengung zu einem guten Ergebnis führt und Anerkennung findet. Trotzdem hat man immer mal wieder das Gefühl, dass manchen der „Erfolg“ einfach nur so zufliegt und andere hart dafür arbeiten müssen. Achtung dreiste Behauptung: Ich glaube, die denen es vermeintlich zufliegt, machen einfach das, was sie gerne machen möchten und haben damit Erfolg.

Ist deren Sicht von Erfolg auch meine?

Das mit der Anerkennung ist so eine Sache. Die meisten Leute, die an Erfolg denken, denken sicherlich an große Autos, Haus, eine Karriere inkl. Führungsposition ... so ging es mir bis vor – sagen wir mal – 5 Jahren auch. Da hatte ich noch gar nicht so lange zu Ende studiert, angeheuert in einer großen Agentur als Junior Projektmanagerin und mich bis dahin im Lebenslauf am roten Faden immer zumindest einigermaßen entlang gehangelt.

Heute bin ich Mutter (mit immer noch zumindest einer leitenden Position – in Teilzeit und bereits von mir gekündigt), verkaufe Windeln, blogge und definiere meinen persönlichen Erfolg manchmal schon dadurch, dass die To-Do-Liste zu zwei Dritteln bearbeitet ist (und nicht nur zur Hälfte), ich Zeit mit dem Kind verbracht habe, das abends schläft und ich noch vor Mitternacht auf der Couch einen Kakao genießen kann.

Für den ein oder anderen, bin ich auf dem Weg zum Erfolg (Reichtum, Ruhm, Karriere ...) sicherlich kläglich gescheitert. Für mich ist ein glückliches Kinderlachen zurzeit mein persönlicher Erfolg in meiner persönlichen Lebenslage und genau das, womit ich mich gut fühle. Das Kind wird wachsen, mit oder ohne mich, alles andere kann ich irgendwie nachholen oder vielleicht auch lassen, wenn ich später feststelle, dass ich es später nicht mehr für wichtig empfinde.

Ohne Ziel, kein Weg.

Ich denke, bevor du pläne zum Erfolg schmiedest, musst du herausfinden, was Erfolg für dich persönlich bedeutet.

Wenn dein persönliches Lebensziel darin besteht, so viel Freizeit wie möglich mit deiner Familie zu verbringen, wird dir ein 70 Stunden-Job oder vielleicht auch ein Business, welches 24/7 betrieben werden muss, vielleicht helfen reich, aber nicht helfen erfolgreich zu sein – erst recht nicht, wenn du dich dabei noch gut fühlen willst. Es geht beim Erfolg einzig und allein um DEIN Ziel. Manch einer will sein Hobby zum Beruf machen. Dann ist es wohl ein Erfolg, wenn er davon seine Rechnungen zahlen kann.

Viele Ziele, viel Erfolg?

Ich würde behaupten nein. Ich stehe gerade vor dem Problem, dass die so oft besprochene „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ irgendwann an ihre Grenzen gerät. Das Problem, dass sich verschiedene Ziele gegenseitig beeinflussen, vielleicht überschneiden, vielleicht aber auch gegenseitig ausschließen, habe ich schon oft gehabt. Meine persönliche Lösung liegt irgendwo zwischen Kompromissen und Step by Step. Ein Ziel nach dem anderen.

Das Erreichen selbst gesetzter Ziele.

Ich habe für mich festgestellt, dass sich Ziele in verschiedenen Lebensphasen ändern. Bedeutet im Grunde 1. ... dass ich meine Ziele regelmäßig überprüfen muss, 2. ...dass ich im Leben verschiedene Erfolge/Teilerfolge feiern kann und 3. ... zumindest der Weg zum Erfolg für mich erst damit endet, dass ich irgendwann am Ende mal zufrieden bin mit dem was ich so geleistet, gemacht und zu verantworten habe.

Mein konkreter Tipp für Dich:

  • Hängt euch Moodboards mit eueren Zielen ins Büro: Einfach alle Wünsche, die für euch Erfolg bedeuten … Urlaub, Karriere, Familie, Haustiere … aus Zeitschriften ausschneiden, Bilder drucken … Wo wollt ihr hin? Wo seht ihr euch in 10, 15, 25 Jahren? So verliert man die Ziele, im wahrsten Sinne des Wortes, nicht aus den Augen.
  • Setzt euch Zwischenziele und legt den Weg zum Erfolg fest: Wenn ich einfach sage, dass ich mal in die Karibik fliegen will, dann (trifft zumindest für mich zu) wird das wahrscheinlich in nächster Zeit nicht passieren. Wenn ich das wirklich will und es auch umsetzen will, dann muss ich den Zeitraum festsetzen und mir selbst den Weg aufzeigen (Kosten festsetzen und Sparbetrag festlegen). Bedeutet in der Praxis, dass ich schon mal anfange zu sparen und mir schon einen Reiseführer für Juli 2017 bestelle, denn wenn der ins Haus flattert, weiß ich, dass ich den Urlaub 2018 planen sollte. 😉
  • "Mañana, Mañana" war gestern: Du hast einen Traum. Setz dich hin und fang an. Mache einen Plan, wie du diesem Traum näher kommst. Lieber heute als Morgen. Immer schön Step by Step.
  • Setzt Prioritäten: Lasst euch nicht von eurer Umwelt beirren, denn ihr selbst (nicht die Gesellschaft) zieht irgendwann Bilanz, was in eurem Leben Erfolg oder auch Misserfolg war.

Last but not least.

Achtung vorm Tunnelblick. Denn manchmal gehen auf dem Weg zum Erfolg Menschen und Dinge verloren, die dafür Sorgen, dass du dich gut damit fühlst. Manchmal muss man einfach mal kurz innehalten und gucken, wie viele Freunde, wie viel Familie und wie viel Freizeit einem der vermeintliche Erfolg wert ist. Ich wünsche viel Erfolg auf dem Weg zum Erfolg!

Ich wünsche viel Erfolg auf dem Weg zum Erfolg.

Eure Jenny

 

Jenny ist Marketingleitung, Mutter von drei Kindern (Mini, 19 Monate und zwei syrische Teenager), hat einen Stoffwindelshop und bloggt als WauMama über Frauen im Job und Beruf, Teilzeitchaos, Selbstständigkeit, den Alltag mit Kindern und Pflegekindern und – wie der Name des Blogs schon sagt: Hundeerziehung.

Bei facebook ist sie zu finden als https://www.facebook.com/WauMaMa/ und unter https://www.facebook.com/SimiojDE/

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